Aug 25

Über Freibeträge werden bestimmte Sachverhalte von der Steuerbemessung  ausgenommen bzw. die Steuerbemessungsgrundlage herabgesetzt. Übersteigt ein Betrag die Grenze bis zu der die Freibeträge gewährt werden, wird der Differenzbetrag als Bemessungsgrundlage angesetzt. Die Gewährung von Freibeträgen kann zum einen sozialen Gründen und zum anderen der Vereinfachung der Besteuerung dienen.

Die Einbeziehung von Freibeträgen kann bereits bei der Erstellung eines Businessplans im Rahmen der Finanzplanung erfolgen. Die Erstellung kann dabei über ein Businessplan Muster erfolgen.
Freibeträge werden im Rahmen der Einkommensteuer in Form des Grundfreibetrags, des Sparer-Pauschbetrags, dem Freibetrag bei der Veräußerung von Unternehmensteilen, dem Kinderfreibetrag, dem Alleinerziehendenentlastungsbetrag, dem Altersentlastungbetrag, dem Ausbildungsfreibetrag, dem Behindertenpauschbetrag, dem Freibetrag für Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, dem Übungsleiterfreibetrag, dem Rabattfreibetrag, dem Versorgungsfreibetrag und dem Zukunftssicherungsbetrag gewährt.

Im Rahmen der Erbschaftsteuer sind sachliche und persönliche Freibeträge zu unterscheiden. Freibeträge werden ferner im Rahmen der Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer gewährt. Die Freibeträge sind von den Freigrenzen abzugrenzen. Freigrenzen stellen Schwellen dar, bei deren Überschreitung die Besteuerung des gesamten Betrags erfolgt.

Aug 19

Das Finanzgericht stellt das Gericht der ersten Instanz für finanzgerichtliche Streitigkeiten dar. Über das Finanzgericht haben Bürger die Möglichkeit sich gegen Bescheide und sonstige Maßnahmen des Finanz- und Zollamtes rechtlich zu wehren. Die Festlegung von Strafen für Steuersünder fällt dabei nicht in den Aufgabenbereich des Finanzgerichtes.

Die Struktur des Finanzgerichtes unterscheidet sich durch den zweistufigen Aufbau von dem anderer Gerichte. Die Gliederung des Finanzgerichts erfolgt in Senate denen jeweils drei Berufsrichter und zwei ehrenamtliche Richter unterstellt sind. Im Rahmen der Prüfung der Klage wird vom Finanzgericht die Einhaltung bestimmter Formalien geprüft. Ist diese Einhaltung gegeben gibt das Finanzgericht der jeweiligen Klage statt. Das Finanzgericht steht Privatpersonen und juristischen Personen im Rahmen ihrer Selbstständigkeit zur Verfügung.

Der Einspruch gegen Urteile des Finanzgerichts kann vom Kläger einzig durch das Mittel der Revision zum Bundesgerichtshof erfolgen. Beschwerden können gegen Entscheidungen des Finanzgerichts darüber hinaus beim Bundesgerichtshof eingereicht werden. Insgesamt existieren in Deutschland 18 Finanzgerichte, die auf 15 Bundesländer verteilt sind.

Aug 16

Die Eröffnungsbilanz stellt eine besondere Bilanz dar, die die tatsächlichen Vermögens- und Kapitalverhältnisse zu einem Bilanzstichtag im Rahmen der Gründung eines Unternehmens oder dem Beginn eines Geschäftsjahres darstellt. Über die Eröffnungsbilanz wird die Grundlage für die zukünftigen Eröffnungsbuchungen fortlaufender Rechnungsperioden geschaffen. Zur Erstellung der Eröffnungsbilanz sind die Vorschriften des §§ 242- 245 HGB zu beachten.

Der Kaufmann hat demzufolge zu Beginn seines Handelsgewerbes nach Erstellung eines Businessplans bspw. über eine Businessplan Vorlage und für den Schluss eines jeden Geschäftsjahres eine Eröffnungsbilanz zur Gegenüberstellung seiner Aufwendungen und Erträge im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung zu erstellen.

Der Jahresabschluss bildet sich aus der Eröffnungsbilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Maßgebend für den Jahresabschluss ist dessen Erstellung nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung. Gesetzlich ist die Pflicht zur Erfassung der wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens für den Beginn  der tatsächlichen Tätigkeit gegeben. Aus dieser Buchführungspflicht resultiert die Pflicht zur Erstellung einer Eröffnungsbilanz. Mit der Erstellung der Eröffnungsbilanz soll eine Abbildung der Schuldendeckungsfähigkeit ermöglicht werden. Die Schuldenüberdeckung ergibt sich aus der Differenz aus Vermögen und Schulden als das Eigenkapital.

Aug 10

Über das Eigentum ist das umfassende rechtliche Herrschaftsrecht über eine Sache gegeben. Das Eigentum regelt sich aus einer Vielzahl von Rechten und Berechtigungen welche die Beziehungen und das Handeln zwischen Personen symbolisieren. Das Eigentum ist verfassungsrechtlich in Deutschland geschützt. Inhaltlich ist das Eigentum in einer Vielzahl spezieller Gesetze hinsichtlich des individuellen Eigentumsgegenstands geregelt.

Zur Anwendung kommen dabei das Bodenrecht, das Mietrecht, das Kaufrecht, der Denkmalschutz, das Umweltrecht, Steuergesetzte und andere. Der Besitz ist vom Eigentum hinsichtlich der damit einhergehenden Rechte abzugrenzen. Der Besitz stellt die tatsächliche Herrschaft über eine Sache dar.

Besitz und Eigentum kann gleichzeitig oder wie bspw. bei  der betriebsbedingten Überlassung von Gegenständen, die sich im Eigentum eines Unternehmers befinden und im Rahmen seiner Selbstständigkeit seinen Angestellten zum Besitz überlassen werden, vorliegen. Grundsätzlich hat der Eigentümer einer Sache das Recht auf Herausgabe dieser es sei denn es gelten vertraglich festgelegte Schutzvereinbarungen für den Besitzer.

Aug 05

Derivate stellen Finanzinstrumente dar, deren Preise abhängig von den Kursschwankungen oder den Preiserwartungen anderer Handelsgüter wie Lebensmittel, Rohstoffe oder von Vermögensgegenständen wie bspw. Aktien oder Anleihen abhängen. Auch markbezogene Zinssätze oder Indices haben Einfluss auf den Wert oder Preis von Derivaten. Diese Abhängigkeit der Derivate von anderen Größen ist das Resultat der Konstruktion einer überproportionalen Abhängigkeit. Derivate stellen Verträge bezüglich zukünftiger Bedingungen zum Kauf, Verkauf oder Tausch von Vertragsgegenständen dar. Anwendung finden Derivate zur Absicherung gegen Verluste oder zur Spekulation von Kursgewinnen. Der Abschluss von Derivaten kann börslich oder außerbörslich erfolgen.

In die Reihe der Derivate lassen sich Optionen, Zertifikate, Swaps und Futures einordnen. Verschiedene Merkmale die Derivate aufweisen müssen können nach IFRS unterschieden werden. Zum einen muss ein linearer Zusammenhang zwischen der Änderung des Basiswertes und des Wertes des Derivates bestehen. Zum anderen erfolgen bei der Gestaltung eines Derivates keine Anschaffungsauszahlung und eine Glattstellung  in der Zukunft.

Unterschieden werden können Derivate als Termingeschäfte und Swaps. Im Rahmen eines Termingeschäfts erfolgt ein Handel von Wirtschaftsgütern  zu einem späteren Zeitpunkt als des Vertragsschlusses. Hierzu ist wiederum das bedingte und unbedingte Termingeschäft zu unterscheiden. Beim unbedingten Termingeschäft haben beide Vertragsparteien bei Fälligkeit ihre Verpflichtungen aus dem Vertragsverhältnis zu erfüllen. Unbedingte Termingeschäfte obliegen einem Wahlrecht zur Geschäftserfüllung durch eine Vertragspartei. Derivate können im Zuge der Umsetzung der Geschäftsaufgabe einen positiven Einfluss auf die Finanzstruktur des Unternehmens ausüben.

Aug 02

Software stellt einen immateriellen Vermögensgegenstand dar bei dem lange Zeit keine Einigkeit darüber bestand über welche Nutzungsdauer eine Abschreibung zu erfolgen hat. Welche Art von Software in welcher Höhe abgeschrieben werden kann erfahren unsere Leser im Artikel “Abschreibung von Software“. Das Anderkonto dient der treuhänderischen Verwahrung von Geldbeträgen eines Dritten. Dabei führt der Treuhändler das Konto auf eigenen Namen und verwaltet darauf ausschließlich Fremdgelder. Für Anderskonten bestehen in der Regel gesonderte Bankbedingungen. Welche Anwendung das Anderskonto findet beleuchtet der Artikel “Das Anderkonto“. Was unter der Assekuranz zu verstehen ist und welche Merkmale diese aufweist klärt der Artikel zum Begriff der Assekuranz. Über die Beglaubigung wird die Echtheit einer Urkunde durch einen Echtheitsvermerk bestätigt. Zu unterscheiden sind Beglaubigungen von Unterschriften und Beglaubigungen von Abschriften. Was einer Beglaubigung an Formvorschriften zugrunde liegt findet sich im Artikel “Die Beglaubigung“. Alle Hintergründe zum Begriff des Betriebsmittels werden im jweiligen Artikel besprochen.

Aug 02

Gegenstand einer Call-Option ist das verbriefte Recht eines Käufers zu einem bestimmten Zeitpunkt oder innerhalb eines bestimmten Zeitraums eine bestimmte Menge  Aktien zu einem bestimmten Basiswert zu kaufen. Die Call-Option stellt das Recht, nicht aber die Pflicht zum Kauf dar. Der Inhaber einer Call-Option wird von seinem Kaufrecht nur Gebrauch machen wenn der Basiswert über dem Ausübungspreis liegt. Der Verkäufer einer Call-Option verpflichtet sich gegen die Zahlung einer Optionsprämie durch den Käufer zur Lieferung des Optionsgegenstandes zum Basiswert. Wird die Call-Option ausgeübt und die Lieferung erfolgt nicht zum Basiswert, zahlt in der Regel der Verkäufer der Option die Differenz zwischen dem derzeitigen Basiswert und dem Ausübungswert als Barausgleich.

Der Verkäufer einer Kaufoption befindet sich in der Long-Call-Option und bezahlt die Optionsprämie. Die Option liegt im Geld wenn der Basiswert über dem Ausübungspreis liegt. Der Inhaber einer Option erzielt nur dann einen Gewinn, wenn der Basiswert mindestens in Höhe der Optionsprämie über dem Ausübungswert liegt. Aufgrund des Umstandes, dass der Basiswert theoretisch ins Unendliche steigen kann ist auch die Gewinnchance der Option theoretisch unendlich. Der Verlust für den Verkäufer der Call-Option ist auf die Höhe der Prämie beschränkt und die Gewinnmöglichkeit theoretisch unendlich hoch.

Die Short-call-Position nimmt der Verkäufer einer Kaufoption ein. Sein Gewinn/Verlust verhält sich genau gegensätzlich zur Long-call-Position. Der maximal mögliche Gewinn ist in Höhe der Optionsprämie zu erzielen. Das Verlustrisiko ist hingegen theoretisch unendlich hoch wenn der Basiswert einen unendlich hohen Wert erreichen würde, er aber verpflichtet ist den Verkauf zum Ausübungspreis über sein Geschäftskonto zu realisieren. Ist der Basispreis eines referenzierten Basiswerts  0 spricht man von einem Zero-strike-Call. Dabei erhält der Investor keine Dividende es sei denn es handelt sich um Zero strike Calls auf Indizes.

Jul 27

Als Betriebsmittel werden in Bezug auf die Produktion in einem Unternehmen alle Objekte bezeichnet die direkt oder indirekt an der Ausführung der Arbeitsaufgabe bzw. Betriebsaufgabe beteiligt sind. Betriebsmittel stellen bspw. Maschinen, Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen, Vorrichtungen und Werkzeuge dar. Nach dem Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorganisation e.V. (REFA) werden Betriebs- und Hilfsstoffe nicht zu den Betriebsmitteln gezählt. Ferner zählen Grundstücke, Gebäude, Mess- und Prüfgeräte sowie die Lagereinrichtung als Betriebsmittel.

Im Bereich der Informatik stellen Betriebsmittel alle Systemelemente eines Personal Computers dar, die zur Prozessausführung notwendig sind. Solche Betriebsmittel stellen Hardwarekomponenten wie die Festplatte, Eingabegeräte, Ausgabegeräte, Arbeitsspeicher etc. dar. Der Zugriff auf die einzelnen Betriebsmittel wird über ein Betriebssystem geregelt. Im Rahmen der Elektrotechnik werden Bauteile einer Baugruppe oder ein Gerät einer elektrischen Anlage als elektrische Betriebsmittel bezeichnet.

Problematisch gestaltet sich bei Betriebsmitteln die verursachungsgerechte Kostenzurechnung da diese nicht direkt in das Produkt eingehen. Betriebsmittel können nach Gutenberg hinsichtlich ihrer Ergiebigkeit anhand von Bestimmungsfaktoren unterschieden werden. Die Ergiebigkeit eines Betriebsmittels ergibt sich aus dessen technischem Zustand und der technischen Eignung. In welchem Umfang Betriebsmittel für eine Existenzgründung und darüber hinaus angeschafft werden müssen, muss bereits detailliert im Konzept des Unternehmens dargelegt werden.

Jul 22

Über die Beglaubigung wird die Echtheit einer Urkunde durch einen Echtheitsvermerk bestätigt. Zu unterscheiden sind Beglaubigungen von Unterschriften und Beglaubigungen von Abschriften.  Im Rahmen der Beglaubigung einer Unterschrift oder der Zeichnung einer Firma wird die ausstellende Person über die Unterschrift bestätigt. Die Beglaubigung der Abschrift bestätigt die Übereinstimmung der Hauptschrift.

Umgangssprachlich gilt auch ein Vollständigkeits- und Richtigkeitsvermerk einer Übersetzung durch den Notar im Rahmen seiner Selbstständigkeit, Konsul oder Urkundenübersetzer als Beglaubigung. Beglaubigungen im internationalen Rechtsverkehr werden Legalisation genannt.

Eine öffentliche Beglaubigung wird durch einen Notar über die Bestätigung der Person die auf einer Urkunden unterschrieben hat bzw. das Handzeichen vollzogen hat vollzogen. Die notarielle Beglaubigung ist mit einer öffentlichen Beglaubigung gleichzusetzen. Für die Beglaubigung von Unterschriften können nach Ermessen der Bundesländer im Rahmen des Landesrechts ebenfalls weitere Personen beauftragt werden.
Die amtliche Beglaubigung gilt im Gegensatz zur öffentlichen Beglaubigung nur für die Vorlage bei einer bestimmten Behörde die im Beglaubigungsvermerk genannt ist.

Jul 16

Mit Assekuranz werden auch Versicherungsverträge bezeichnet. Assekuranz begründet ein Versicherungsverhältnis gegen die Zahlung eines Entgeltes zwischen den Vertragsparteien. Hinsichtlich der Vertragsparteien unterscheidet man den Versicherungsnehmer der Empfänger des Versicherungsschutzes ist und den Versicherer, der diesen gegen eine Entgeltzahlung im Rahmen seiner Selbstständigkeit gewährt. Der Assekuranz ist das Versicherungsvertragsrecht zugrundegelegt. Der Versicherer unterliegt dadurch speziellen aufsichtsrechtlichen, handelsrechtlichen und gesellschaftsrechtlichen Vorschriften.

Als typische Merkmale eines Versicherungsvertrags gilt eine Zusage einer Leistung bei einem Risikoausgleich mit rechtverbindlichem, entgeltlichem und selbstständigem Charakter für den Fall, dass ein Versicherungsfall mit ungewissem Zeitpunkt eintritt.

Aus dem Versicherungsverhältnis ergeben sich Rechte und Pflichten für beide Vertragsparteien. Beide Parteien haben ein Versicherungskündigungsrecht im Falle des Beitragsverzugs des Kunden oder der unberechtigten Leistungsverweigerung durch den Versicherer. Unabhängig davon obliegt den Vertragsparteien ein Kündigungsrecht mit bestimmten Fristen. Während ab dem Inkrafttreten der Kündigung die Ansprüche beider Parteien erlöschen, bleiben bestehende Ansprüche davon unberührt. In bestimmten Fällen besteht für den Versicherer die Pflicht die vom Versicherer erworbenen Ansprüche zurückzukaufen.