Jan 06

Im Rahmen von dem Schachtelprivileg erfolgt eine Vermeidung der Doppelbesteuerung bei Vorliegen einer Verschachtelung von Kapitalgesellschaften über die Kürzung bestimmter Beteiligungserträge aus Kapitalgesellschaften. Diese Doppelbesteuerung wird über eine ertrag- oder substanzsteuerliche Vergünstigung vermieden, die Kapitalgesellschaften gewährt wird, die Beteiligungen an anderen steuerpflichtigen Unternehmen in einem bestimmten Umfang unterhalten.

Das Schachtelprivileg kommt in Form von Steuervergünstigungen hinsichtlich der Gewerbesteuer und Vermögenssteuer zum Tragen. Angesetzt wird hinsichtlich der Gewerbesteuer eine Schachtelbeteiligung in Höhe von mindestens 10% der Kapitalbeteiligung. Unternehmen die der Schachtelbeteiligung unterliegen haben sich im Zuge der Umsetzung von ihrem Unternehmenskonzept über das Schachtelprivileg zu informieren.

Zu unterscheiden sind verschiedene Schachtelprivilegien. Hinsichtlich der Gewerbesteuer kann ein nationales und internationales Schachtelprivileg mit jeweils unterschiedlichen Voraussetzungen unterschieden werden. Die Voraussetzungen für das nationale Schachtelprivileg sind in § 9 Nr. 2a GewStG geregelt. Demzufolge müssen Gewinne aus Anteilen an einer nicht steuerbefreiten inländischen Kapitalgesellschaft in Höhe von mindestens 15% des Grund- oder Stammkapitals zu Beginn des Erhebungszeitraums betragen.

Dez 15

Im Rahmen der Rentabilitätsrechnung kann eine Beurteilung von Investitionen über einen Soll-Ist-Vergleich erfolgen. Grundsätzlich ergibt sich die Rentabilität aus dem Quotienten von Gewinn und Kapital. Im Falle der Beurteilung von Erweiterungsinvestitionen wird die Rentabilität über das Verhältnis von dem Gewinn aus der Erweiterungsinvestition zu dem Kapitaleinsatz ermittelt.

Im Falle von Rationalisierungsinvestitionen werden statt dem Gewinn die Minderkosten ins Verhältnis zu dem Kapitaleinsatz gesetzt. Der Kapitaleinsatz stellt dabei das durchschnittlich gebundene Kapital dar. Dieses kann der Hälfte der Anschaffungsauszahlung, den vollen Anschaffungskosten oder dem Restwert bzw. Restbuchwert entsprechen. Ob und in welcher Form die Rentabilitätsrechnung im Rahmen der Erfolgskontrolle zum Einsatz kommen sollte richtet sich nach dem zugrundeliegenden individuellen Geschäftskonzept eines Unternehmens.

Als statisches Verfahren weist die Rentabilitätsrechnung die gleichen Nachteile wie die statischen Verfahren der Investitionsrechnung auf. Demzufolge bietet es sich an, die Rentabilitätsrechnung durch die interne Zinsfuß-Methode als dynamisches Investitionsrechnungsverfahren zu ersetzen.

Dez 09

Im Steuerrecht werden steuerfreie Einkünfte dem zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet und erhöhen somit den tatsächlichen Steuersatz des übrigen steuerpflichtigen Einkommens. Der Progressionsvorbehalt stellt dementsprechend ein Verfahren dar, über welches für steuerfreie Einkünfte ein individueller Steuersatz ermittelt werden kann. Die dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Einkünfte erhöhen die Bemessungsgrundlage des zu versteuernden Einkommens.

Aufgrund des Progressionsvorbehalts lohnt sich für Gründer der Schritt in die Selbstständigkeit aus der Arbeitslosigkeit  heraus. Zudem können solche Gründer Fördermittel für die Existenzgründung beantragen, die allerdings einen tragfähigen Businessplan Fördermittel voraussetzen.

Der Zweck der Anwendung des Progressionssteuersatzes ist es eine leistungsgerechte Besteuerung sicherzustellen. In Deutschland unterliegen das Arbeitslosengeld, Zuschüsse zum Arbeitsentgelt, Kurzarbeitergeld, Insolvenzgeld, Übergangsgeld, Altersübergangsgeld, Elterngeld, Krankengeld, Mutterschaftsgeld und  das Verletztengeld dem Progressionsvorbehalt gemäß § 32b EStG. Darüber hinaus unterliegen Einkünfte die im Rahmen des Doppelbesteuerungsabkommens steuerfrei sind, trotzdem für den Progressionsvorbehalt vorgesehen sind dem Progressionsvorbehalt.

Dez 02

Das Patentgesetz stellt den rechtlichen Rahmen zum Schutz von neuschöpferischen Entwicklungen zur Verfügung. Im Patentgesetz werden in den §§ 1-25 PatG das Patent und die durch dieses schützenswerten Erfindungen definiert. Neben den typischen Verfahren und Erzeugnissen können auch biologische Materialien und daraus erstellte Erzeugnisse geschützt werden. Das Patentgesetz regelt ferner etwaige Schadensersatz- und Unterlassungsansprüche eines Patentinhabers.

Laut dem Patentgesetz sind der menschliche Körper, Zellen und Gensequenzen im Sinne des §1a PatG nicht patentierbar. Darüber hinaus können keine Patente auf Erfindungen oder Erzeugnisse angemeldet werden, die gegen die guten Sitten oder die öffentliche Ordnung verstoßen. Wird in eine Existenzgründung ein schützenswertes Verfahren oder Erzeugnis beispielsweise aus einem Businessplan Wettbewerb eingebracht, sind entsprechende Kosten für die Anmeldung eines Patents im Finanzierungsplan von dem zugrundeliegenden Geschäftsplan einzuarbeiten.

Sämtliche Streitigkeiten und Entscheidungen zum Bestehen oder Nichtbestehen von Patenten erfolgt über das Bundespatentgericht. Vor diesem werden das in den §§ 73-80 PatG geregelte Beschwerdeverfahren, das Nichtigkeitsverfahren im Sinne von §§ 81ff. PatG und das Zwangslizenzverfahren nach §§ 81ff., 85 PatG durchgeführt.

Dez 02

Als KGV wird das Verhältnis von Kurs und Gewinn bezeichnet, welches das Verhältnis des Gewinns einer Aktiengesellschaft zur aktuellen Börsenbewertung der Gesellschaft angibt und als Kennzahl zur Beurteilung von Aktien herangezogen werden kann. Die Anwendung des KGV wird im Detail im Beitrag zum KGV erörtert.

Das Verhältnis von Einnahmen zu Kosten wird Kostendeckung bzw. Kostendeckungsgrad genannt. Kostendeckung liegt vor, wenn sämtliche Kosten die mit der Erstellung einer wirtschaftlichen Leistung durch die damit erwirtschafteten Umsätze gedeckt werden. Was in diesem Zusammenhang der Break-Even-Point darstellt, wird im  Artikel zur Kostendeckung beleuchtet.

Der Lagerbestand stellt den Bestand in Mengeneinheiten eines Erzeugnisses dar, der zeitpunktbezogen im Lager vorrätig oder bestellt und im Rahmen der Buchführung ermittelbar ist. In welcher Form der Balgerbestand berechnet wird, wird im Lagerbestand Artikel umfassend dargestellt.

Der Begriff Manager beschreibt die Tätigkeit von Personen die für die Planung, Kontrolle und Umsetzung von Arbeitsabläufen innerhalb eines Betriebs zuständig sind. Die Stellung als Manager ist auf der Zuständigkeit begründet, nicht auf einer etwaigen Berufsbezeichnung. Die Stellung als Manager ist mit Leitungstätigkeiten verbunden, die mit oder ohne Personalverantwortung ausgeführt werden können. Welche Qualifikationen für einen Manager essenziell sind, erschließt sich aus dem Beitrag zum Manager.

Ob ein Unternehmen als mittelständisches Unternehmen zu verstehen ist, richtet sich nach bestimmten Grenzen die hinsichtlich der Beschäftigtenzahl, Umsatzerlösen oder Bilanzsummen für mittelständische Unternehmen definiert sind. Die genauen Kriterien zur Definierung als mittelständisches Unternehmen stellt der Beitrag dar.

Mit der Nutzungsdauer wird die Zeitdauer bezeichnet für die ein Wirtschaftsgut in einem Unternehmen verwendet werden kann. Zu unterscheiden sind verschiedene Begrifflichkeiten hinsichtlich der Nutzungsdauer. Im Steuerrecht spricht man von der der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer die anhand von AfA-Tabellen ermittelt werden können. Der Artikel zur Nutzungsdauer gibt Aufschluss über die verschiedenen Arten der Nutzungsdauer.

Nov 26

Mit der Nutzungsdauer wird die Zeitdauer bezeichnet für die ein Wirtschaftsgut in einem Unternehmen verwendet werden kann. Zu unterscheiden sind verschiedene Begrifflichkeiten hinsichtlich der Nutzungsdauer. Im Steuerrecht spricht man von der der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer die anhand von AfA-Tabellen ermittelt werden können. Diese wird in der Regel vom Hersteller als durchschnittliche Dauer der Einsatzfähigkeit angegeben.

Die Rechtliche Nutzungsdauer bezieht sich auf den Zeitraum in dem Patente, Lizenzen etc. genutzt werden können. Die technische Nutzungsdauer beschreibt die physische Nutzbarkeit eines Gutes und ist von der Qualität und individuellen Beanspruchung abhängig. Im Rahmen der Investitionsrechnung werden optimale Ersatzzeitpunkte für Güter bestimmt, zu denen ein Austausch des Gutes zu erfolgen hat. Die Betrachtung der Nutzungsdauer von Investitionsobjekten ist bei der Erstellung von dem Geschäftsplan vor dem Hintergrund der Investitionsplanung notwendig.

Die tatsächliche Nutzungsdauer eines Gutes kann nur vergangenheitsbezogen nach dem Ende der Nutzungsdauer bestimmt werden. Diese ist abhängig von dem Grad des Verschleißes, den Wartungs- und Pflegeintervallen, Reparaturen, Witterungseinflüssen und der technischen Überalterung.

Nov 22

Ob ein Unternehmen als mittelständisches Unternehmen zu verstehen ist, richtet sich nach bestimmten Grenzen die hinsichtlich der Beschäftigtenzahl, Umsatzerlösen oder Bilanzsummen für mittelständische Unternehmen definiert sind. Merkmale wie die Rechtsform oder die Eigentümerstruktur haben dabei in der Regel keinen Einfluss auf die Definierung als mittelständischen Unternehmens.

Verschiedene Institutionen definieren mittelständische Unternehmen anhand von quantitativen Kriterien. So zählen laut der Kommission der Europäischen Union Unternehmen die weniger als 250 Beschäftigte und einen Jahresumsatzerlös kleiner gleich 50 Millionen Euro oder eine Bilanzsumme von maximal 43 Millionen Euro aufweisen, als mittelständische Unternehmen. Aufgrund der hohen volkswirtschaftlichen Relevanz von mittelständischen Unternehmen werden Neugründungen unter bestimmten Voraussetzungen besonders gefördert. Um einen tragfähigen Businessplan Arbeitsagentur zu erstellen, müssen diese Fördermittel in dem Finanzplan berücksichtigt werden.

Abweichend davon definiert das Institut für Mittelstandsforschung Unternehmen als mittelständische Unternehmen, die weniger als 500 Mitarbeiter und Umsatzerlöse von maximal 50 Millionen Euro aufweisen. Eine Definition mittelständischer Kapitalgesellschaften liefert das HGB. Nach § 267 HGB spricht man bei einer Kapitalgesellschaft von einem mittelständischen Unternehmen, wenn diese maximal 250 Beschäftigte, weniger als 38,5 Millionen Umsatzerlöse oder eine Bilanzsumme unter 19,25 Millionen Euro aufweist.

Nov 10

Der Begriff Manager beschreibt die Tätigkeit von Personen die für die Planung, Kontrolle und Umsetzung von Arbeitsabläufen innerhalb eines Betriebs zuständig sind. Die Stellung als Manager ist auf der Zuständigkeit begründet, nicht auf einer etwaigen Berufsbezeichnung. Die Stellung als Manager ist mit Leitungstätigkeiten verbunden, die mit oder ohne Personalverantwortung ausgeführt werden können.

Die Stellung als Manager kann über ein Angestelltenverhältnis oder im Rahmen der Selbstständigkeit als Unternehmer erfolgen. Als Funktionen die Führungskräfte haben und die demzufolge auch für den Manager gelten, können die Lokomotionsfunktion, die Veränderungen bei den Geführten durch die Führung zum Ziel hat, die Kohäsionsfunktion, welche die Schaffung und Unterstützung des Zusammenhalts zwischen den Geführten bewirken soll und die Sähikfunktion, die eine Zusammenarbeit zwischen den Geführten schaffen soll, unterschieden werden.

Manager sollten bestimmte Schlüsselqualifikationen aufweisen um den Anforderungen ihrer Aufgaben gerecht werden zu können. Diese Schlüsselfunktionen umfassen die fachliche Qualifikation, konzeptionelle Qualifikation, methodische Qualifikation, kommunikative Qualifikation und die soziale Verantwortung.

Nov 04

Der Lagerbestand stellt den Bestand in Mengeneinheiten eines Erzeugnisses dar, der zeitpunktbezogen im Lager vorrätig oder bestellt und im Rahmen der Buchführung ermittelbar ist. Ein etwaiger Fehlbestand des Lagerbestandes ergibt sich aus der Differenz der Bedarfsmenge und der verfügbaren Bestandsmenge. Die Führung eines Sicherheitsbestandes kann zur Kompensation etwaiger Unsicherheiten bezüglich der prognostizierten Bedarfsmenge sinnvoll sein und die Deckung überdurchschnittlicher Nachfragemengen der Kunden ermöglichen.

Der Lagerbestand kann je nach Geschäftskonzept des Betriebs Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Produkte, Waren oder Fertigerzeugnisse umfassen. Im Rahmen der Vorrats- und Lagerplanung wird der optimale Lagerbestand über die Berechnung des durchschnittlichen Lagerbestands für die Ermittlung des Lagerumschlags und des lagerbestandsabhängigen gebundenen Kapitals ermittelt.

Der Lagerbestand kann einen Mindestbestand und Höchstbestand aufweisen. Der optimale Lagerbestand ergibt sich rechnerisch aus der Summe des Mindestbestands und der optimalen Bestellmenge. Um dauerhaft einen optimalen Lagerbestand zu garantieren, kann ein Meldebestand festgelegt werden, bei dessen Unterschreitung eine Aufstockung von dem Lagerbestand initiiert wird.

Okt 29

Das Verhältnis von Einnahmen zu Kosten wird Kostendeckung bzw. Kostendeckungsgrad genannt. Kostendeckung liegt vor, wenn sämtliche Kosten die mit der Erstellung einer wirtschaftlichen Leistung durch die damit erwirtschafteten Umsätze gedeckt werden. Der Punkt bei dem die Kosten gleich dem Umsatz sind, wird als Break-Even-Point oder auch Gewinnschwelle bezeichnet. Die Kostendeckung ist entscheidend davon abhängig, ob Voll- oder Teilkosten angesetzt werden.

Im Break-Even-Point beträgt der Gewinn eines Unternehmens wie der Mini GmbH null, da der gesamte Umsatz zur Kostendeckung verwendet wird. Sobald der Umsatz größer ist als die Kosten, liegt eine Kostenüberdeckung vor und es wird in Höhe der Differenz zwischen Umsatz und Kosten Gewinn erzielt. Gegensätzlich verhält es sich bei einer Kostenunterdeckung die zu einer Verlustrealisierung führt.

Die Kostendeckung kann mit Hilfe der Break-Even-Analyse für einzelne Produktgruppen oder das Gesamtunternehmen angewendet werden. Kostendeckung kann ferner vorliegen, wenn die tatsächlichen Kosten durch Plankosten gedeckt sind. Im Falle, das die Ist-Kosten die Plankosten überschreiten liegt eine Kostenunterdeckung und im entgegensetzten Fall eine Kostenüberdeckung vor.